Mittwoch, 19. Oktober 2011
R.I.P. Kraftwerk
Montag, 5. September 2011
Krach der Roboter/Infinite Livez/Kandis Williams
Ein toller Abend letzten Samstag beim Volxvergnuegen in der Glockenbachwerkstatt! Die Deko hatten wir diesmal minimalistisch gehalten, nur ein paar aus den Hüllen der Flyer für die Kassetten gebastelte Roboter an den Wänden, keine Visuals. Der Versuch, einen Hybriden aus Konzert und kürzerer Party zu etablieren, kann zumindest aus künstlerischer Sicht als gelungen bezeichnet werden. Bei schwülen Temperaturverhältnissen waren die Gäste, die nicht im Feierwerk waren oder sich von Jeff Mills am Vorabend ausruhten, schwer davon zu überzeugen, nach innen zu kommen und der wunderbaren Anlage zu lauschen und betranken sich lieber erst mal draußen. Bis Krach der Roboter in glänzendem Metall die Bühne betrat und die Filterbänke heißfuhr. Leider nur wenige, die sich davon zum Robo-Boogie hinreißen ließen, aber der Raum war voll und die Stimmung spitze, der Roboter durfte den Dancefloor erst nach einer längeren Zugabe verlassen, um die Batterien aufzuladen. Noisige, verschwurbelte Elektronik, sehr, sehr super.
Sonntag, 22. Mai 2011
Kreidler.Kreidler.Kreidler


Die haben wir uns am Freitag in der Roten Sonne gegeben. Ne Blaskapelle gabs auch, und Justus Köhncke, der gegen drei mit Disco-Edits gerockt haben soll, aber da habe ich schon geschlafen. Kreidler jedenfalls sind umwerfend. Die letzten Platten hatte ich schon und war Fan, aber live ist dieses Gewaber noch viel toller. Irgendwie wollte ich vermeiden, Kraftwerk zu bemühen in diesem Zusammenhang, aber es passt zu gut: Kreidler spielen in einem kaputten Trans-Europa-Express vor düsteren an ihnen vorbeiziehenden Großstadtkulissen (menschenleer), und niemand weiß, wie man den Zug anhält. Großartig. Website hier:
http://ikreidler.de/
Helge=King

Wir waren gestern (Samstag) im Zirkus Krone bei Helge Schneider. Es war wunderbar. Sehr reduziert und musikalisch. Kontrabass, neuer Drummer (super!), der fantastische Mr. Gianpetro (ob der wirklich so heißt?) an der Strat und Helge meistens als Entertainer am Mikro vorne, ansonsten am Flügel oder der Orgel. Tee von Bodo. Überraschungsgast: Sergej Gleitmann als Vogel. Ich wiederhole: Wunderbar.
Samstag, 19. Februar 2011
Pioneer 12-Nach uns die Nachwelt: Elektronische Musik für intelligentes Leben

Die letzte Volxvergnuegen-Party am 5. Februar war wirklich phänomenal. Robosapien hielt ein Pläuschchen mit Punk-Anton aus dem Marat, Bass.Schickeria tanzten Polonaise durch die tobende Meute und man konnte seine Wünsche an die Aliens in einer Plastikkugel an die NASA senden. Hier der Wortlaut des Anschreibens:
Dear NASA!
In 1972, you launched Pioneer 10 into space, carrying an aluminium plaque on its hull depicting man and woman and a star chart that would enable intelligent life forms to find our planet Earth.
Aboard 1977's Voyager space craft was a golden audiovisual disc with more in-depth information about Earth and its inhabitants, including sounds of whales and some spoken greetings.
It's time to take the next step. We, a culture collective based in Munich, Germany, have organised a party called „Pioneer 12: Electronic Music For Intelligent Life“, where attendants could write their hopes, dreams and wishes on a piece of paper and put it into a smug little plastic ball which we have thus collected.
We now present the fruit of our labor to you, the greatest Space Agency of the free world, so you can carry the imagination of an entire generation into space on your next scheduled trip, so that other intelligent lifeforms will hopefully pick them up and get interested in coming over.
With the best regards and an enthusiastic „Spaceward Ho!“
Department of Volxvergnuegen and the youth of Munich
P.S.: If you're, for whatever reasons, not interested in sending our balls into space, please be so kind to send them back to us so we can send them to the Russians or the Chinese.
Und hier gibts einen Mitschnitt der Bass.Schickeria-Peformance
Bilder hier
oder hier
Mehr Info hier
Montag, 7. Februar 2011
Es rumpelt im Karton
Samstag, 29. Januar 2011
Didi Heck und das ZDF-Häschen-Orchester
Sensationeller Fund aus den ZDF-Archiven in Mainz: Eine ultra-rare Aufnahme aus der leider nie gesendeten Fernsehshow "Dieter Thomas Heck präsentiert: Milliarden für Billionen". Jetzt NUR HIER!!
Leistungsabfall/Huettenzauber/Blitzkrieg






Montag, 6. September 2010
Der Bulldozer im Café
Der Herr Storch benutzt für seine Präsentation mein macbook, nachdem wir eine Maus besorgt haben kommt er mit dem System auch ganz gut zurecht; das Gesangsmikro, das als Sprechmikro fungiert, sorgt mitunter für etwas Feedback, wenn er den Abstand zum Mikro verändert, aber meine Hände sind fest am Gain-, Kompressions- und Lautstärkeregler installiert, der Rest trägt durch eine dezente DIY-Ästhetik zum gelungenen Punk-Kommunen-Flair der Storch'schen Memoiren bei. Gespannt lauschen wir den wahnsinnigen Geschichten nebst zugehörigen Patina-Bildern um die Alkoholiker vorm Haus, einem Haus aus Wurst und abfackelnden Kulissen; wir erfahren von den Gemeinsamkeiten von Ministranten-Fanzines ("Missbrauch Aktuell") und Seventies-Porno-Heftchen ("Praline"). In der Pause geht ein Klingelbeutel durch die Reihen, danach kriegen wir noch ein wenig Musik auf die Ohren, erfahren von Sperrmüllfahrten zur Akquise von Kulissen und schauen uns zwei Filmchen vom Bonusmaterial der toll aufgemachten "Die Reise Ins Glück"-DVD-Box an, die mein Rechner aber irgendwie verkackt. Kurzum: Ein rundum gelungener Abend!
Leider kann ich mit Wenzel Storch kein Bierchen mehr trinken, ich habe noch Geburtstagsverpflichtungen, die in der schnellen Liebe beginnen (es gibt Wodka mit Kaffee...), das Pimpernel samt Sodom und Gomorrha aufgrund akuter Überfüllung links liegen lassen und nach einer frustranen Odysee im Sax bei Pernod und schrecklicher Musik enden.
Freitag, 21. Mai 2010
Liars/postmoderne Hexerei/Voodoo
Donnerstag, 20. Mai 2010
Pavement/Pecunia non olet
Diese Worte entstammen dem Mund von Stephen Malkmus, und es geht um die Pavement-Reunion-Tour, die am kommenden Samstag auch in München Station macht. In einem Artikel auf Spin Online http://spinmagazine.com/articles/exclusive-inside-pavements-reunion?page=0%2C1 wird auf sehr entspannte Art und Weise der Hintergrund dieser Konzertreise beleuchtet. Nachdem Black Francis sehr deutlich gemacht hat, dass es bei den Pixies-Reunion-Shows weniger um die Kunst als den Kommerz geht, erwidert S.M. ganz nonchalant: "If you're 40, and you leave your family and fly to Australia to do shows, and you're doing it for the art, that seems kind of weird. If you're doing it for the art, stay home with your family."
Offensichtlich gehen die Mitglieder der zumindest nach Ansicht Lee Ranaldos besten Band aller Zeiten nach wie vor ihren seltsamen Jobs nach; so soll Mark Ibold, der mittlerweile auch bei Sonic Youth fest eingestiegen ist, Foodstylist sein. Dann sollen die Jungs doch mal tüchtig absahnen, so viele Leben wie die schon gerettet haben, und wir können uns daran ergötzen, diese seltsam großartige Musik noch einmal live erleben zu dürfen. Man könnte win-win-Situation dazu sagen, wenn man so wollte.
Ich für meinen Teil lasse die Liars heute mal machen und bleibe mit meinen Pavement-Platten zu Hause.



