Sonntag, 22. Mai 2011

Kreidler.Kreidler.Kreidler



Die haben wir uns am Freitag in der Roten Sonne gegeben. Ne Blaskapelle gabs auch, und Justus Köhncke, der gegen drei mit Disco-Edits gerockt haben soll, aber da habe ich schon geschlafen. Kreidler jedenfalls sind umwerfend. Die letzten Platten hatte ich schon und war Fan, aber live ist dieses Gewaber noch viel toller. Irgendwie wollte ich vermeiden, Kraftwerk zu bemühen in diesem Zusammenhang, aber es passt zu gut: Kreidler spielen in einem kaputten Trans-Europa-Express vor düsteren an ihnen vorbeiziehenden Großstadtkulissen (menschenleer), und niemand weiß, wie man den Zug anhält. Großartig. Website hier:
http://ikreidler.de/

Helge=King


Wir waren gestern (Samstag) im Zirkus Krone bei Helge Schneider. Es war wunderbar. Sehr reduziert und musikalisch. Kontrabass, neuer Drummer (super!), der fantastische Mr. Gianpetro (ob der wirklich so heißt?) an der Strat und Helge meistens als Entertainer am Mikro vorne, ansonsten am Flügel oder der Orgel. Tee von Bodo. Überraschungsgast: Sergej Gleitmann als Vogel. Ich wiederhole: Wunderbar.

Samstag, 19. Februar 2011

Pioneer 12-Nach uns die Nachwelt: Elektronische Musik für intelligentes Leben


Die letzte Volxvergnuegen-Party am 5. Februar war wirklich phänomenal. Robosapien hielt ein Pläuschchen mit Punk-Anton aus dem Marat, Bass.Schickeria tanzten Polonaise durch die tobende Meute und man konnte seine Wünsche an die Aliens in einer Plastikkugel an die NASA senden. Hier der Wortlaut des Anschreibens:

Dear NASA!

In 1972, you launched Pioneer 10 into space, carrying an aluminium plaque on its hull depicting man and woman and a star chart that would enable intelligent life forms to find our planet Earth.

Aboard 1977's Voyager space craft was a golden audiovisual disc with more in-depth information about Earth and its inhabitants, including sounds of whales and some spoken greetings.

It's time to take the next step. We, a culture collective based in Munich, Germany, have organised a party called „Pioneer 12: Electronic Music For Intelligent Life“, where attendants could write their hopes, dreams and wishes on a piece of paper and put it into a smug little plastic ball which we have thus collected.

We now present the fruit of our labor to you, the greatest Space Agency of the free world, so you can carry the imagination of an entire generation into space on your next scheduled trip, so that other intelligent lifeforms will hopefully pick them up and get interested in coming over.

With the best regards and an enthusiastic „Spaceward Ho!“


Department of Volxvergnuegen and the youth of Munich

P.S.: If you're, for whatever reasons, not interested in sending our balls into space, please be so kind to send them back to us so we can send them to the Russians or the Chinese.


Und hier gibts einen Mitschnitt der Bass.Schickeria-Peformance

Bilder hier

oder hier

Mehr Info hier


Montag, 7. Februar 2011

Es rumpelt im Karton





rumpeln live im Keller der Lothringer 13. Wie immer umwerfend. Anbei ein sehr schöner Mitschnitt.

Samstag, 29. Januar 2011

Didi Heck und das ZDF-Häschen-Orchester

Sensationeller Fund aus den ZDF-Archiven in Mainz: Eine ultra-rare Aufnahme aus der leider nie gesendeten Fernsehshow "Dieter Thomas Heck präsentiert: Milliarden für Billionen". Jetzt NUR HIER!!

Leistungsabfall/Huettenzauber/Blitzkrieg







Martin Krejci, Chef des Instituts für Leistungsabfall und Kontemplation, hielt gestern in der Lothringer 13 eine tolle Performance ab. Sehr nette Stimmung unten im Kellerloch, schummrige Beleuchtung. Es kommen zum Einsatz mehere Enthaarungsgeräte, die extensiv eingeflochten werden, ein Nägelclipper, ein sich sträubendes Sampling-Keyboard, ein defektes Transistorradio und anderes interessantes Zeugs. Fantastisch. Einen Link zum Mitschnitt gibts weiter unten.

DJ Huette danach überzeugte mich nicht so ganz. Großes Kompliment für das bescheuerte Superheldenkostüm, aber dann erwartet man irgendwie auch mehr als einen Typen, der an einem Sampler rumdrückt. Die Videos waren tatsächlich lustig und in der Rückschau mutet es auch als ziemlicher Spaß an, aber gestern fand ichs ein wenig anstrengend. Die Aufnahme widerum klingt schon ziemlich geil. Link unten.
NACHTRAG: DJ HUETTE IST VOLL GEIL!

Die begleitende Ausstellung ist im Übrigen sehr empfehlenswert. Kaputte und nicht kaputte elektrische Geräte von Martin Krejci, in einem Versteck zwei Selbstportraits des Meisters, eine sehr schöne Installation von Anton Kaun (Rumpeln,SonyTony) und ein schwarzes Brett.

Das Smartphone sagte, Thunder and Blitzkrieg würden im Marat spielen, also sind wir danach da hin. Als André noch sang bei denen, haben wir ein denkwürdiges Demo in ihrem Proberaum aufgenommen. Allesamt besoffen (mich als "Toningenieur" inklusive), keine Overdubs, keine Gnade. Dafür genügend Selbstironie. Mittlerweile haben sie leider die Posen, die früher ironisch gebrochen wurden, ohne Zweifel eingenommen. Mehr möchte ich nicht sagen. Höhepunkt des Konzerts: I wanna be your Walross.

Danach spielte eine herrlich untighte Thrashmetalband aus Mexiko namens Iron Fist. Großer Spaß! The Ace Of Spades als Zugabe! Ohne Bass! Kostprobe siehe unten!

Und in Kairo machen sie Revolution.

Montag, 6. September 2010

Der Bulldozer im Café

Wegen Umbaupause in der Glockenbachwerkstatt gab es diesen Monat ein Gastspiel für die Lektionen in Kultur im schönen Café Clara in Schwabing. Wenzel Storch, incredibly strange Filmemacher und Konkret-Kolumnist, würde lesen, Bilder und Filme zeigen, außerdem haben wir eine kleine Ausstellung (Zeichnungen, Tapetenentwürfe, Perlenbilder...) vorbereitet. Wir tragen Pappkrawatten, die aus den Aufstellern der Ikea-Bilderrahmen hergestellt wurden.

Der Herr Storch benutzt für seine Präsentation mein macbook, nachdem wir eine Maus besorgt haben kommt er mit dem System auch ganz gut zurecht; das Gesangsmikro, das als Sprechmikro fungiert, sorgt mitunter für etwas Feedback, wenn er den Abstand zum Mikro verändert, aber meine Hände sind fest am Gain-, Kompressions- und Lautstärkeregler installiert, der Rest trägt durch eine dezente DIY-Ästhetik zum gelungenen Punk-Kommunen-Flair der Storch'schen Memoiren bei. Gespannt lauschen wir den wahnsinnigen Geschichten nebst zugehörigen Patina-Bildern um die Alkoholiker vorm Haus, einem Haus aus Wurst und abfackelnden Kulissen; wir erfahren von den Gemeinsamkeiten von Ministranten-Fanzines ("Missbrauch Aktuell") und Seventies-Porno-Heftchen ("Praline"). In der Pause geht ein Klingelbeutel durch die Reihen, danach kriegen wir noch ein wenig Musik auf die Ohren, erfahren von Sperrmüllfahrten zur Akquise von Kulissen und schauen uns zwei Filmchen vom Bonusmaterial der toll aufgemachten "Die Reise Ins Glück"-DVD-Box an, die mein Rechner aber irgendwie verkackt. Kurzum: Ein rundum gelungener Abend!

Leider kann ich mit Wenzel Storch kein Bierchen mehr trinken, ich habe noch Geburtstagsverpflichtungen, die in der schnellen Liebe beginnen (es gibt Wodka mit Kaffee...), das Pimpernel samt Sodom und Gomorrha aufgrund akuter Überfüllung links liegen lassen und nach einer frustranen Odysee im Sax bei Pernod und schrecklicher Musik enden.